Petersilie (Petroselinum crispum) zählt zur Familie der Doldenblütler (Apicaceae) und stammt ursprünglich aus Südosteuropa. Die auch als Peterling bezeichnete Kräuterpflanze wird bereits seit dem Altertum in der Küche als Gewürzkraut sowie als Heilkraut genutzt.Seit etwa 400 Jahren wird das beliebte Küchenkraut auch bei uns zum Verfeinern und Würzen von Fleisch, Fisch, Soßen, Suppen, Gemüse und Eierspeisen verwendet. Von der Blattpetersilie gibt es Sorten mit gekrausten Blättern, die sich auch zum Garnieren eignen, und solche mit glatten Blättern. Petersilie als Würzkraut wird am besten möglichst frisch verwendet. Lange Kochzeiten verringern das intensive Aroma leicht und sorgen für einen schnellen Abbau bzw. zur Zerstörung der enthaltenden Vitamine. Am besten ist es deshalb, Petersilie direkt vor dem Servieren über die Gerichte zu streuen oder nur kurze Zeit mitzukochen.

Petersilie hat sich über die Jahrhunderte neben der kulinarischen Eignung auch einen Namen als Heilpflanze gemacht. Zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalium und Magnesium sowie die Vitamine A,B und C sind es, die Petersilie als gesundes Lebensmittel gelten lassen.

Petersilie galt bereits bei den alten Griechen als heilige Pflanze. Sie wurde vermutlich als Aphrodisiakum sowie zur Stärkung von Soldaten verwendet. Im Mittelalter galt die Petersilie als Heilkraut gegen Nasenbluten, gegen Magenbeschwerden sowie gegen Harnsteinen. Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wurde empfohlen, die Petersilie mit Honig zu vermischen oder in einer Erbsenbrühe anzurichten.

Die traditionelle Volksmedizin verwendet Petersilie u.a. bei den folgenden Erkrankungen und Beschwerden:

  • Erkrankungen der Nieren
  • Magen-Darm-Erkrankungen wie z.B. Gastritis
  • Menstruationsbeschwerden
  • Mundgeruch (Halitosis)
  • Diabetes (unterstütztend)
  • Dermatitis
  • Störungen der Fettverdauung bzw. Leberfunktionsstörungen

Äußerlich angewendet, schafft Petersilie Linderung bei Beschwerden der Haut wie Schuppen der Kopfhaut und trockener, schuppiger Haut am Körper. Zu diesem Zweck wird ein Tee aus Petersilie gebrüht und die betroffenen Zonen an Haut und Haupt mit dem Aufguß behandelt. Fernes kann der Tee bei Insektenstichen eingesetzt werden, insofern wie die Wirkstoffe der Petersilie die entstehende Entzündung am Einstich abklingen lassen.

Außerdem ist Petersilie ein patentes Kraut gegen den Geruch, der infolge vom Knoblauchkonsum entsteht. Die in der Petersilie enthaltenen ätherischen Öle neutralisieren die Ausdünstungen des geruchsintensiven Zwiebelgewächses.

Nebenwirkungen: Vorsicht ist bei Petersilie in der Schwangerschaft angebracht. Apiol – ein Bestandteil des ätherischen Öls der Petersilie – bewirkt, dass die Muskeln im Unterleib, darunter auch die Gebärmutter, angeregt werden und vorzeitige Wehen auslösen kann. Allerdings gilt in diesem Zusammenhang der Leitsatz des Schweizer Arztes Paracelus: Allein die Dosis macht´s, dass ein Ding kein Gift sei. Da der Inhaltsstoff Apiol auch auf den Darm und die Blase wirkt, wird Petersilie zudem eine verdauungsfördernde Wirkung (v.a. bei Blähungen und Verstopfungen) sowie bei Blasen- und Harnwegsproblemen zugeschrieben, weshalb Menschen mit Nierenproblemen mit dem Petersilienkonsum vorsichtig sein sollten.

 Die beste Konservierungsmethode ist das Einfrieren – entweder fein zerschnitten in Gefrierbeuteln oder zusammen mit Wasser in Eiswürfelbehältern.